Der statistische Hintergrund

Bei Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiter-Befragungen ist die statistische Signifikanz nicht so wichtig wie in der Marktforschung oder bei der Entwicklung neuer Medikamente. Trotzdem gilt auch hier: Je mehr Personen an der Umfrage teilnehmen, desto genauer und aussagekräftiger ist das Umfrage-Ergebnis.

In der waiplus™-Befragung wird der Durchschnitt aller Antworten sowie die dazugehörige Präzision für jede Frage und jede Skala berechnet und angegeben. In der Statistik ist die Präzision das Konfidenzintervall, also ein Intervall oder Bereich, in dem der tatsächliche Wert mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit (dem Konfindenzniveau) liegt. Sie wird in Prozenten vom Mittelwert ausgedrückt, um die der tatsächliche Wert höchstens vom Mittelwert abweicht. Wenn es also im waiplus™-Bericht heißt, dass der Mittelwert aller Antworten auf eine bestimmte Frage 1,±4% ist, so liegt der Mittelwert mit 90%iger Sicherheit im Bereich zwischen 1,728 und 1,872.

Das Konfidenzniveau gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Lageschätzung eines statistischen Parameters (wie des Mittelwertes) aus einer Stichprobenerhebung auch für die Grundgesamtheit zutreffend sein kann. Für jede Erhebung müssen Konfidenzniveaus festgelegt werden. An diesen orientiert sich, neben der Fehlergrenze, der notwendige Umfang einer Stichprobe. Liegt das Konfidenzniveau bei 95%, heißt dies, dass ein statistisch berechneter Wert, auf Grundlage einer Stichprobenerhebung, mit 95%iger Wahrscheinlichkeit auch für die Grundgesamtheit innerhalb des errechneten Konfidenzintervalls liegt.

Die untenstehenden Grafiken geben Ihnen Aufschluss darüber, wie viele Beschäftigte mindestens teilnehmen sollten, um ein statistisch signifikantes Ergebnis zu bekommen. Bitte beachten Sie, dass vielleicht nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dann tatsächlich den Fragebogen ausfüllen.

Ein weiteres Problem ist, dass nicht immer alle Fragebögen vollständig ausgefüllt werden. Fehlende Antworten werden weiter unten besprochen.

Stichprobengröße der Umfrage

Die folgenden Grafiken zeigen die Mindestzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die notwendig sind, um ein bestimmtes Konfidenzniveau (nämlich 90% bzw. 95%) und eine bestimmte Präzision (nämlich ±5% bzw. ±10%) in Relation zu der Größe Ihres Unternehmens zu erreichen. Zum Beispiel:

  • In einem Unternehmen mit 50 Beschäftigten müssen mindestens 29 Personen auf eine Frage antworten, damit das Ergebnis mit 90%iger Sicherheit in einem Präzisionsbereich von ±10% liegt. 43 Antworten dagegen liefern eine Präzision von ±5% und ein Konfidenzniveau von 90%.
  • In einem Unternehmen mit 200 Beschäftigten müssen mindestens 51 Personen antworten, um ein Konfidenzniveau von 90% und eine Präzision von ±10% der Ergebnisse zu erreichen. Bei 116 Antworten liegt die Präzision der Ergebnisse bereits bei ±5% bei einem Konfidenzniveau von 90%.
  • In einem großen Unternehmen mit angenommen 6.000 Beschäftigten braucht es 68 Personen, die eine Frage beantworten, um mit 90%iger Sicherheit sagen zu können, dass die Ergebnisse innerhalb von ±10% liegen. Mit 261 Antworten dagegen liegt die Präzision bereits bei ±5% und das Konfidenzniveau bei 90%.

Kleine Unternehmen (mit 1-50 Beschäftigten)

Mittlere Unternehmen (mit 51-250 Beschäftigten)

Große Unternehmen (mit >250 Beschäftigten)

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Fehlende Antworten

Die Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer müssen nicht alle Fragen beantworten. Fehlende Antworten verringern jedoch die Präzision und Aussagekraft der Ergebnisse und der entsprechenden Skalen.

Bei waiplus™-Umfragen, wo jede oder jeder einzelne Teilnehmende einen eigenen Link zur Umfrage bekommt, versuchen wir die Teilnehmenden insofern zur Beantwortung aller Fragen zu ermutigen, als sie ihren eigenen waiplus™-Bericht mit ihrem ganz persönlichem Ergebnis bekommen, wenn sie alle Fragen beantworten (das gilt nicht für die Fragen zur Statistik im Abschnitt 8). Das ist allerdings bei waiplus™-Umfragen, wo das Unternehmen nur einen Link für alle Teilnehmenden bestellt und diesen dann an die Teilnehmenden selber weiterleitet, nicht möglich.

Auch wenn nicht alle Fragen beantwortet wurden, werden die restlichen Antworten in der Skalenauswertung miteinbezogen. Das geht jedoch leider nicht bei der Berechnung des gesundheitlichen Arbeitsbewältigungsindex.

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